Lagerkennzeichnung bei Logistikdienstleister The Green Line

02.07.2018

Die Dritte Halle erweitert das Logistikzentrum Ochtrup auf insgesamt über 25.000 Quadratmeter Lager- und Logistikfläche. Zu den größten Kunden am Standort zählt der Landmaschinenhersteller Kemper, eine John-Deere-Tochter, für den TGL die weltweite Ersatzteillogistik organisiert. Je nach Saisonverlauf seiner Kunden bewegt TGL monatlich zwischen 10.000 und 12.000 Warenausgangspositionen mit bis zu 1,4 Millionen Einzelteilen. „Für unsere Logistikleistung ist die Stellplatzkennzeichnung ein wichtiger Bestandteil zum Erreichen einer Nullfehlermentalität“, betont Michael Schweisfurth, Geschäftsleiter Logistik bei TGL, „weil dadurch alle Prozesse durchgängig transparent und nachvollziehbar sind.“ Die jährlich durchgeführte Stichprobeninventur bei den für Kemper gelagerten Artikeln zum Beispiel wies zuletzt eine Differenz von nur 0,08 Prozent auf – bei mehr als 10.000 verschiedenen Ersatzteilen. Darüber hinaus werden 98,8 Prozent der bei Kemper eingehenden Aufträge von TGL noch am selben Tag versendet.

Schnelle Übersicht über 77 Regalreihen
Notwendig geworden war die Erweiterung, um die Flächennachfrage seiner stark expandierenden Bestandskunden zu decken. Bei Vollbelegung der dritten Halle bieten 77 jeweils elfeinhalb Meter hohe Regalreihen Platz für 15.000 Paletten. Im ersten Schritt hat TGL die Hälfte der Fläche mit 7.500 Stellplätzen regaliert und nutzt die Restfläche vorerst als Blocklager. Aktuell lagert dort schwerpunktmäßig Hardware eines Internet-Powersellers. Auf Basis der seitens TGL vorgegebenen Lagerplanstruktur hat ONK Regalzeilenschilder und knapp 12.000 Etiketten produziert und montiert. Für die Grundordnung im Lager sorgen Regalzeilen- bzw. Gangschilder, die ONK gut sichtbar an den Stirnseiten der Regale angebracht hat. Die 30 cm großen, auf reflexionsfreier Folie aufgedruckten Ziffern lassen sich schon von Weitem gut lesen und geben einen schnellen Überblick. An allen Regalfächern hat ONK selbstklebende Folienetiketten mit elfstelliger Stellplatznummer, bestehend aus Hallennummer, Regalnummer, -reihe, -ebene sowie -fach, angebracht. Zusätzlich zeigt auf jedem Etikett ein nach unten weisender Richtungspfeil zu Ebene 00 und ein nach oben weisender Pfeil zu allen anderen Ebenen.

Staplerfahrer scannen Regalfächer bis 10 Meter Höhe, ohne abzusteigen
Die besondere Herausforderung bestand bei der Kennzeichnung der Regalfächer über vier Meter Höhe. „Die Fahrer unserer Schubmaststapler sollen die bis in zehn Meter Höhe gelegenen Lagerplätze vom Stapler aus scannen können, ohne abzusteigen“, sagt Schweisfurth. „Der Scanwinkel im rund 2,95 m breiten Gang war das ausschlaggebende Kriterium.“ Gelöst hat das ONK mit retroreflektierenden Barcodeetiketten, die zusätzlich zum Lagerplatzetikett ab vier Meter Höhe um die Traverse herum aufgeklebt worden sind. Diese Etiketten werfen auftreffendes Licht weitgehend unabhängig von der Ausrichtung des Reflektors in Richtung Strah-lungsquelle zurück und verstärken das Lichtsignal des Scanners. So können Strichcodeetiketten auch in schwierigen Bereichen und aus Entfernungen bis zu 12 m schnell und sicher abgetastet werden. „Ich kenne ONK nun schon seit über 15 Jahren. Gemeinsam haben wir bereits die Kennzeichnung in drei neuen Logistikzentren an drei unterschiedlichen Orten realisiert“, so Schweisfurth. „ONK ist ein zuverlässiger Partner, auf den wir auch bei zukünftigen Projekten setzen.“

Freie Kapazitäten für Lagerung von wassergefährdenden Stoffen
Die Hälfte der neuen Halle ist bereits mit Artikeln der stark expandierenden Bestandskunden belegt. „Mit den noch freien Kapazitäten richten wir uns auch an Neukunden, die Bedarf an modernen Lagerflächen in Verbindung mit hochwertigen Logistikdienstleistungen haben“, sagt Schweisfurth. Der neue Lagerabschnitt ist zukunftsorientiert ausgelegt für die Lagerung wassergefährdender Stoffe (WGK 1-3) und verfügt über verschiedene Sicherheitseinrichtungen wie Meldeanlagen für Brand und Einbruch, eine Sprinkleranlage sowie eine Videoüberwachung für den gesamten Innen- und Außenbereich. Die dritte Halle ist mit zehn Überladebrücken und zwei ebenerdigen Toren, eins davon überbreit, ausgelegt.

The Green Line
The Green Line (TGL) Nellen & Quack ist ein traditionsreicher mittelständischer Logistikdienstleister mit Sitz im westfälischen Gronau. Zu den Geschäftsfeldern zählen die Bereiche Transport Logistics, Logistics Solutions, Sea Air Cargo sowie Customs Services. Die ebenfalls zur Unternehmensgruppe gehörende Plietker Transportlogistik fungiert als eigenständiger Frachtführer, der über rund 40 eigene Lkw verfügt.

TGL Transport Logistics organisiert nationale und internationale Landverkehre und betreibt im Euregio Cargo Hub (ECH) in Schüttorf ein modernes 4.500 Quadratmeter großes Umschlaglager. Das ECH wird von vielen internationalen Spediteuren als Gateway genutzt.

TGL Sea Air Cargo konzentriert sich auf Übersee-Transporte per Luft- und Seefracht. Der Bereich TGL Customs Services bündelt das langjährige Know-how der Firmengruppe im Bereich Zoll und ist als zugelassener Wirtschaftsbeteiligter (AEO-F) zertifiziert. Neben der Zollabwicklung optimiert TGL Customs Services die Zollprozesse von Kunden und führt eigene Zollseminare durch.

TGL Logistics Solutions bietet ein breites Portfolio an Dienstleistungen im Bereich der Kontraktlogistik, die im eigenen Logistikzentrum in Ochtrup auf einer Fläche von rund 25.000 Quadratmetern erbracht werden. Zahlreiche Kunden nutzen das moderne Multi-User-Lager für Lagerung, Fulfillment oder die weltweite Ersatzteil-Logistik. Zu den Besonderheiten zählt eine eigene nach ISPM zertifizierte Schreinerei für die Produktion individueller Verpackungslösungen.

Die Marke "The Green Line" gehört zur Nellen & Quack GmbH & Co. KG, deren Geschichte bis auf das Jahr 1889 zurückgeht. Der Full-Service-Logistikdienstleister beschäftigt heute rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Weitere Infos unter www.tgl.de


Bilder: The Green Line (TGL) 




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